Mit viel Talent, frischer Energie und grossen Hoffnungen ist das D1 von Volero Aarberg in die Saison 2025/26 gestartet. Das Ziel war klar: vorne mitspielen und um den Aufstieg kämpfen. Am Ende bleibt zwar die Enttäuschung über Rang 4, aber auch die Gewissheit, dass in diesem jungen Team unglaublich viel Potenzial steckt.
Als das Damen 1 (3. Liga Pro) von Volero Aarberg in die Saison 2025/26 startete, war sofort spürbar: In diesem Team steckt Potenzial. Etwas Frisches, Mutiges, Ehrgeiziges. Zwar jung an Jahren, aber stark an Qualität und Kampfwille. Besonders erfreulich war, dass dank der hervorragenden Juniorinnenarbeit von Tanja Guerra gleich drei Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung ins D1 Team geschafft haben: Hanna Tandorian, Helen Hert und Mia Pahlke verstärkten das 3. Liga Pro Kader und brachten neue Impulse ins Team.
Der Saisonstart verlief allerdings alles andere als einfach. Aufgrund diverser Spielverschiebungen griff das Damen 1 des Volero Aarberg erst spät, nämlich Ende Oktober, ins Meisterschaftsgeschehen ein. Und als hätte das nicht schon gereicht, warteten gleich zu Beginn die stärksten Gegnerinnen. Während andere Teams bereits mehrere Spiele bestritten und ihren Spielrhythmus gefunden hatten, musste der Volero Aarberg praktisch aus dem Stand liefern. Die ersten beiden Spiele gingen deshalb mit 1:3 verloren. Ein harter Start, der das Team gleich früh forderte.
Im dritten Spiel platzte endlich der Knoten: Gegen VBC Oberdiessbach gelang der erste Sieg der Saison. Ein Erfolg, der wichtig war: Nicht nur für die Tabelle, sondern vor allem für den Kopf. Noch bedeutender wurde dann der dramatische Fünfsatzsieg Anfang November gegen das stark aufschlagende Team VBC Studen. In einem emotionalen und intensiven Spiel bewies Volero Aarberg Nervenstärke und setzte im fünften Satz mit einem klaren 15:6 ein Ausrufezeichen.
Es waren genau diese Spiele, die das Gesicht dieser Mannschaft zeigten: Kämpferisch, leidenschaftlich und mutig. Immer wieder gelang es dem Team, enge Partien für sich zu entscheiden. Gleichzeitig lag genau darin auch ein Knackpunkt der Saison: Viele Siege wurden erst im fünften Satz errungen und so gingen wertvolle Punkte verloren, die am Ende in der Tabelle schmerzlich fehlten.
Nach der vierwöchigen Neujahrspause wartete direkt die nächste grosse Herausforderung: Das Duell mit dem Gruppenersten VBC Münchenbuchsee. Zwar konnte Volero Aarberg den Leaderinnen einen Satz abnehmen, doch mehr lag an diesem Tag nicht drin. Die eigene Bestleistung blieb aus und gegen ein Topteam wie Münchenbuchsee reicht das leider nicht.
Trotzdem hatte sich das D1 zu diesem Zeitpunkt im vorderen Tabellendrittel etabliert. Die Chance auf Rang 2 und damit auf den Aufstieg bestand durchaus. Doch dann folgte ein weiterer Rückschlag: Im erneuten Aufeinandertreffen mit dem VBC Studen gelang es Aarberg nicht ihre Bestleistung abzurufen und musste sich geschlagen geben. Diese Niederlage hatte Folgen: Statt die Position zu festigen, rutschte das Team auf Rang 3 ab.
Und dennoch: Wer die Rückrunde gesehen hat, weiss, wie gross die Entwicklung dieser Mannschaft war. Volero Aarberg spielte in der zweiten Saisonhälfte konsequenter und stabiler. Gegnerinnen, die in der Vorrunde noch mühsam mit 3:2 bezwungen worden waren, wurden nun mit 3:1 oder sogar 3:0 geschlagen. Das Team machte einen klaren Schritt nach vorne, zeigte besseres Volleyball, mehr Abstimmung, mehr Präsenz und mehr Selbstvertrauen. Genau das macht Hoffnung und zeigt, wie viel in dieser Mannschaft steckt.
Am zweitletzten Spieltag wartete das schwierige Auswärtsspiel in Thun. Doch die Ausgangslage war alles andere als ideal: Aufgrund von Ferienabwesenheiten reiste Volero Aarberg nur mit einem limitierten Kader an. Unter diesen Umständen war es schwer, die nötige Konstanz aufs Feld zu bringen und die Partie ging leider verloren. Bereits vor dem Spiel war allerdings klar, dass der zweite Rang hinter dem Leader VBC Münchenbuchsee nicht mehr zu erreichen war.
Trotz allem zeigte das Team im letzten Saisonspiel noch einmal Charakter. Gegen Solothurn gelang die Revanche für die Niederlage aus der Vorrunde und wie: Mit einem starken und verdienten 3:1-Sieg verabschiedete sich das D1 mit einem Erfolgserlebnis aus der Meisterschaft.
Auf dem Papier ist es der enttäuschende 4. Schlussrang. Eine Platzierung, die sich nicht gut anfühlt, weil spürbar war: Da wäre mehr möglich gewesen. Viel mehr sogar. Das Team hatte das Potenzial, weiter oben zu landen und der Traum vom Aufstieg war real. Am Ende fehlte vor allem eines: Die Konstanz, Woche für Woche die eigene Bestleistung abzurufen.
Die gute Nachricht: Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
Schon jetzt laufen die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Das Ziel ist klar: In der Saison 2026/27 soll der Aufstieg gelingen. Die Basis dafür ist da. Das Team bleibt grösstenteils zusammen, nur wenige Abgänge sind zu verzeichnen. Mehr dazu folgt in Kürze.
Der Aufstieg wurde verpasst, aber der Hunger darauf ist grösser denn je. Und manchmal beginnt eine starke Zukunft genau mit so einer Saison: Mit Rückschlägen, mit Tränen, mit verpassten Chancen. Aber eben auch mit Wachstum, Zusammenhalt und der festen Überzeugung, dass das Beste noch kommen wird.